Fabian Diem
will eine Weiterentwicklung der Stiftung Zeitvorsorge forcieren.
Der Kommandant der Feuerwehr Stein befürwortet den Beitritt in den Zweckverband. Symbolbild
In Stein wird darüber abgestimmt, ob die Feuerwehr eigenständig bleibt oder sich dem Zweckverband anschliesst. Marcel Müller erläutert, wie er mit den unterschiedlichen Ansichten innerhalb des Korps umgeht und warum er Vorteile im Verbund sieht.
Abstimmung An der öffentlichen Versammlung letzte Woche in Stein wurde klar: Nicht alle aus Feuerwehr und Bevölkerung wollen dem Zweckverband Teufen Bühler Gais (TBG) beitreten. Darüber stimmt die Gemeinde Stein Ende September ab. Marcel Müller, Kommandant der Feuerwehr Stein, betont, dass man Nachfolger im Kommando benötige. «Die jetzigen Kommandomitglieder würden uns bei einer Selbstständigkeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Es ist nicht möglich, innert weniger Monate geeignete Unteroffiziere mit der nötigen Erfahrung entsprechend auszubilden, damit sie die Führung der Feuerwehr übernehmen können», sagt Müller. Daher sei es nicht realistisch, die Feuerwehr ohne externe Unterstützung eigenständig weiterzuführen.
Viele Befürworter der Eigenständigkeit argumentieren, dass genügend junge Feuerwehrleute bereitstehen. Wie sieht dies der Kommandant? «Bei der Mannschaft ist die Tagesverfügbarkeit gewährleistet, es fehlen jedoch die erforderlichen Offiziere mit der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung, die einen Einsatz leiten können und am Tag verfügbar sind», sagt Müller. An der öffentlichen Versammlung wurde auch vom Verlust der Identität der Feuerwehr Stein gesprochen – auch von Bürgerinnen und Bürgern. «Ich sehe da keinen Identitätsverlust, da die Feuerwehr im Dorf bleibt. Nur die Führung der Feuerwehr wird professionalisiert, was eine erhebliche Entlastung des Milizkaders in der Administration zur Folge hat», ist Müller sicher. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibe die Dienstleistung der Feuerwehr die gleiche. Mit den Unstimmigkeiten innerhalb der Feuerwehr könne er gut umgehen. «Klar ist das Spannungsfeld mit den Emotionen nicht immer einfach. Auf Stufe Kommando und Offiziere bestehen aber keine Unstimmigkeiten – wir sind der Meinung, dass ein Anschluss an den Zweckverband die sinnvollste Lösung ist», betont er. Mit dem Anschluss an den Zweckverband könnten vielleicht gar Spannungen gelöst werden, wenn andere Personen die Führung übernehmen. Die Gemeinde Stein argumentiert, dass der Anschluss an den Zweckverband langfristig die Kosten senkt. Müller teilt die Einschätzung. «Ressourcen und Synergien können besser genutzt werden.» Sollte an der Abstimmung nicht der Zweckverband, sondern die Eigenständigkeit bestimmt werden, könne man seitens der Feuerwehr Stein keine weiteren Schritte unternehmen. «Die Feuerschutzkommission und der Gemeinderat müssten in diesem Fall über das weitere Vorgehen befinden», sagt Müller.
Stefanie Rohner
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