Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Nachdem das Ausserrhoder Stimmvolk Edgar Bischof (SVP) in den Nationalrat gewählt hat, fand am Freitag seine Vereidigung in Bern statt. Nun nimmt er seine Arbeit als Nationalrat offiziell auf. Bischof setzte sich in Ausserrhoden gegen Jennifer Abderhalden (FDP) durch.
Vereidigung Bevor die Vereidigung freitags über die Bühne ging, wurde Edgar Bischof am Donnerstag durch den Parlamentsdienst eingeführt und alles erhalten, was er braucht. «Als ich im Bundeshaus angekommen bin, empfand ich alles als sehr eindrücklich. Das Bundeshaus, eingeweiht 1902, ist unglaublich imposant und hat einen nachhaltigen, tiefen Eindruck hinterlassen. Das Bundeshaus zeigt jedem Besucher eindrücklich, wie mächtig, stabil und zeitüberdauernd die Institutionen unserer Willensnation Schweiz sind», sagt Bischof. Es mache ihn einerseits demütig und andererseits zeige es die Verantwortung des Amtes auf. Bevor die Debatte und Schlussabstimmung im Nationalrat starteten, wurde die Vereidigung von Bischof durchgeführt. «Das war ein sehr feierlicher Moment. Der Ratspräsident hat einige Worte an die Anwesenden gerichtet und ich wurde vorgestellt. Zwei Ratsweibel haben mich schliesslich mit nach vorne begleitet», erzählt Bischof. Mitglieder, die sich vereidigen lassen können, wählen zwischen dem Eid oder Gelübde, Bischof entschied sich für ersteres. «Das war für mich ganz klar, dass ich den Eid ablegen werde.» Die Vereidigung selbst war ein einmaliges Erlebnis. ⋌Fortsetzung auf Seite 5
«Der gesamte Nationalrat mit 200 Mitgliedern erhob sich von den Sitzen. Meine Familie sowie Freunde durften von der Zuschauertribüne aus live dabei sein» Mit Applaus und Glückwünschen des Nationalrates schloss die Vereidigung. Anschliessend wurden am Freitag sechs Ratsmitglieder verabschiedet. Danach ging es Schlag auf Schlag und die Debatte samt Schlussabstimmung folgte – Bischofs erste offizielle Sitzung. «Es gab kurze Voten, es galt, 17 Abstimmungen abzuhalten. Das alles geschah innert einer Stunde», so Bischof.
Im Eid, so heisst es im Parlamentsgesetz und in der Geschäftsordnung des Nationalrats, schwören die Mitglieder vor Gott, die Bundesverfassung und die Gesetze gewissenhaft zu erfüllen und die Pflichten als Mitglied des Nationalrates treu zu erfüllen. «Ich will das Amt mit Gewissenhaftigkeit, Einsatzbereitschaft und parteiübergreifende Zusammenarbeit ausüben. Eine Aufgabe ist gleichzeitig stets auch eine Bürde, der ich mit Demut und Respekt gerecht werden möchte. Es geht dabei immer um die bestmögliche Lösung für die Bevölkerung und niemals um mich als Person», sagt Bischof. Nach seiner Wahl hat er im Gespräch mit den «Herisauer Nachrichten» geäussert, dass er sich auch auf die Arbeit in einer oder mehreren Kommissionen freue. Auch wenn er wusste, er würde nicht wählen können, so hätte ihn die Mitarbeit in der Finanz- und Wirtschaftskommission sehr interessiert. Diese ist es nun nicht geworden. «Ich darf in der Sicherheitskommission mitarbeiten, was angesichts der aktuellen Weltlage höchst spannend und wichtig ist», so Bischof. So hat er auch schon in den nächsten Tagen die ersten Termine in diesem Zusammenhang. «Uns wird heute in Thun die Armeebotschaft vorgestellt, weitere zwei Termine folgen zeitnah», so Bischof. Die Termine erhalte man erst, wenn man vereidigt ist, daher müsse er nun schauen, dass er zeitlich alles unter einen Hut bekomme. «Das dürfte in den ersten zwei bis drei Monaten eine Herausforderung sein, sich danach aber einpendeln», meint er.
Ihm gehe es nun in erster Linie darum, in Bern anzukommen und Kontakte zu knüpfen im Rat. «Die Ostschweizer Rätinnen und Räte kenne ich grossmehrheitlich schon, möchte das Netzwerk natürlich aber so weit wie möglich ausbauen. Dieses ist zentral für die Zusammenarbeit», betont Bischof. Er wolle sich langsam und stetig in den Rat einbringen.
«Ich habe den nötigen Respekt, mich nicht gleich in den Vordergrund zu stellen.» Im Wahlkampf betonte Bischof stets, es gehe ihm darum, parteiübergreifend zusammenzuarbeiten. Das sieht er nach wie vor genauso. «Die Themen werden in den Kommissionen erarbeitet und im Rat diskutiert sowie entschieden. Es ist wichtig, mit allen Parteien die Gespräche zu suchen und gegenseitig Kompromisse zu beschliessen», sagt Bischof.
Stefanie Rohner
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