Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Martin Huser vom Rotary Club St.Gallen Freudenberg und Martin Huser vom Verein "Ukraine-Hilfe" aus Herisau freuten sich über den erzielten Versteigerungs-Gewinn
Mit Pinselstrichen Hoffnung schenken: Eine Kunstauktion des Rotary Club St.Gallen-Freudenberg hat am Samstag über 50'000 Franken für den Herisauer Verein «Ukraine-Hilfe» eingebracht. Mit dem Erlös können zwei weitere Tiny Houses für Menschen gebaut werden, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben.
Herisau/St.Gallen Im Einstein Congress in St.Gallen verwandelte sich der Saal am Samstagmorgen in ein kleines Kunsthaus. Rund 120 Werke aus verschiedenen Rotary Clubs der Region wurden im Vorfeld sorgfältig katalogisiert, von Experten bewertet und für die Auktion bereitgestellt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Rotary Club St.Gallen-Freudenberg. OK-Leiter und Rotarier Martin Huser zeigte sich bereits vor Beginn optimistisch: «Wir sind zuversichtlich, dass wir mindestens 25'000 Franken zusammenbringen.» Unter den Werken befanden sich auch besondere Stücke – etwa ein Original von Keith Haring sowie eine Sammlung ukrainischer Ikonen, die Bischof Beat Grögli zur Verfügung gestellt hatte.
Der tatsächliche Erlös übertraf die Erwartungen deutlich: Mehr als 50'000 Franken kamen bei der Versteigerung zusammen. Das Geld geht vollständig an den Verein «Ukraine-Hilfe». Gegründet wurde dieser von Martin Huber aus Herisau. Der Unternehmer betreibt seit über 20 Jahren neben seiner Firma in Herisau auch ein Standbein in der Ukraine und engagiert sich seit Beginn des Krieges für konkrete Hilfe vor Ort. Im Zentrum des Projekts steht der Bau von Tiny Houses. Sie sollen Menschen, deren Wohnungen zerstört wurden, wieder ein Dach über dem Kopf geben.
Das Hilfsprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern umgesetzt. Der Holzbau erfolgt gemeinsam mit der Firma Uffer Holzbau aus Savognin. «Als man dort von unserer Idee hörte, war man sofort begeistert und unterstützte uns», erzählt Huber. «Wir können zwar Fenster bauen, aber keine ganzen Häuser.» Fertiggestellt werden die Tiny Houses in der ukrainischen Stadt Winnyzja. Unterstützung erhält das Projekt zudem von der ETH Zürich, die bei Mapping und Planung mithilft. Seit Beginn des Krieges sind so bereits rund 150 Tiny Houses mit insgesamt 156 Wohnungen entstanden.
Über das Ergebnis der Auktion zeigen sich Organisator Martin Huser und Martin Huber sehr zufrieden: «Mit diesem Betrag kann der Rotary Club St.Gallen-Freudenberg den Bau von zwei kompletten Tiny Houses finanzieren.» Zwei kleine Häuser – für die Familien in der Ukraine jedoch ein grosses StückSicherheit.
Astrid Nakhostin
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