WM-Out statt Duell mit der Schweiz
FCSG-Publikumsliebling Lawrence Ati Zigi zeigt gegen Kolumbien eine starke Leistung. Dennoch scheidet Ghana mit 0:1 im WM-Sechzehntelfinal aus.
Lawrence Ati Zigi spielte mit Ghana an der Fifa Weltmeisterschaft 2026. Gegen Kolumbien verloren die Ghanaer mit 0:1. Aber der Torhüter des FC St. Gallen zeigte auch gegen die Südamerikaner eine herausragende Leistung. Bild: AP Photo/Reed Hoffmann
FCSG-Publikumsliebling Lawrence Ati Zigi zeigt gegen Kolumbien eine starke Leistung. Dennoch scheidet Ghana mit 0:1 im WM-Sechzehntelfinal aus.
Fussball-WM Letzten Samstag im Kansas City Stadion im Mittleren Westen der USA: Ghana spielt den Sechzehntelfinal gegen Kolumbien. Schon zu diesem Zeitpunkt steht fest: Der Sieger des K.o.-Spiels trifft am Dienstag, 7. Juli, im kanadischen Vancouver auf die Schweiz. Für den Ghanaer Lawrence Ati Zigi (29), der seit Januar 2020 im Tor des FC St. Gallen steht, ein wahrer Traum.
Sieben Paraden gelistet
Leider ein Traum, der nicht in Erfüllung geht: Trotz überlegener Leistung von Hexer Zigi verliert Ghana gegen die «Cafeteros» mit 0:1. Die Kolumbier hatten 8:0-Torschüsse! Das deutsche Fachmagazin «kicker» listet sieben (!) Paraden von Zigi auf. Die Afrikaner hätten ohne die herausragende Leistung von Zigi locker auch 0:4 oder 0:5 verlieren können. Schade: Beim Achtelfinal gegen die Schweiz hätte Zigi auf dem Feld in Vancouver auch seinen ehemaligen St. Galler Teamkollegen Cedric Itten und Miro Muheim die Hand schütteln können. Wurde knapp nichts draus.
Interesse geweckt
Seit Samstagabend ist die WM für den St. Galler Goalie zu Ende. Er wird jetzt mindestens zwei Wochen Ferien geniessen. Noch nicht sicher ist, ob Zigi am Donnerstag, 23. Juli, in der 2. Qualifikations-Runde der Europa League, gegen Benfica Lissabon das St. Galler Tor hüten wird. Unklar auch, ob Zigi überhaupt in der Ostschweiz bleiben wird. Sein Vertrag läuft zwar noch bis Sommer 2027 – aber seine hervorragenden Leistungen bei der WM werden weltweites Interesse geweckt haben. Beraten wird Zigi vom ehemaligen Schweizer Internationalen Philipp Degen. Zigis Markwert ist laut dem Branchenportal «transfermarkt» bei 1,5 Millionen Euro.
Dank an die Fans
In den sozialen Medien verabschiedet sich Zigi bei seinen Fans nach dem WM-Out. Der streng religiöse Afrikaner bedankt sich mehrmals bei Gott. Zigi schreibt: «Himmlischer Vater, ich wollte nur danken für dieses Leben, dass du mir geschenkt hast.» Weiter textet der St. Galler Publikumsliebling: «Mir hat es das Herz gebrochen, dass unsere Reise an dieser WM zu Ende gegangen ist. Es schmerzt und ist sehr enttäuschend. Denn dies ist nicht das Ende, wofür wir gekämpft haben. Dieses Leibchen zu tragen und unsere Nation zu repräsentieren auf der grösstmöglichen Bühne, war die grösste Ehre.» Zigi bedankt sich auch bei den Fans der Ghanaischen
Nati: «Und an alle da draussen, die an uns geglaubt haben, die um die Welt gereist sind oder uns von zuhause aus unterstützt haben, senden wir ein grosses Dankeschön. Wir werden von diesen Erfahrungen lernen und weiterkämpfen, für unser Land und für Euch alle. Gott segne Euch!»
Im ersten Spiel verletzt
Zu Beginn der WM stand Zigi beim ersten Gruppenspiel gegen Panama eher überraschend in der Startelf. Doch schon nach 36 Minuten blieb der Espen-Hüter nach einem Luftkampf mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen. Zigi biss sich durch, doch in der Pause musste er das Handtuch werfen. In den beiden nächsten Gruppenspielen sass der Mann mit der auffälligen Frisur auf der Bank. Doch beim Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Kolumbien setzte Ghanas Coach Carlos Manuel Brito Leal de Queiroz (73), der Portugiese stand 2003 übrigens für ein Jahr bei den Königlichen von Real Madrid an der Seitenlinie, wieder auf seinen Stammgoalie Zigi.
Max Kern
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