Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Es steht eine ökologische Sanierung beim Kraftwerk Kubel an. Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) prüfen verschiedene Varianten. Mit einem politischen Vorstoss will der grüne St.Galler Kantonsrat Daniel Bosshard bei der Regierung in Erfahrung bringen, was sie unternimmt, damit die ökologisch beste Variante umgesetzt wird.
Energie Zur Diskussion stehen gegenwärtig ein offener Ausgleichsweiher im Sittertal mit einem Fassungsvermögen von mindestens 43’000 Kubikmetern sowie eine unterirdische Stollenvariante. Neu soll die SAK eine Batterielösung favorisieren, die ohne Ausgleichsbecken auskommt. Darüber hinaus wird eine Variante angeregt, die einen Betrieb des Kraftwerks Kubel als Laufwasserkraftwerk vorsieht, wodurch die Schwall-Sunk-Effekte vollständig beseitigt würden. Der dadurch entfallende Spitzenstrom würde von Swissgrid über vierzig Jahre zum Marktpreis entschädigt und könnte von der SAK in eines der 16 Gross-kraftwerke des «Runden Tisches» investiert werden, um weiterhin am Spitzenstrom beteiligt zu sein – effizienter, ökologischer und in grösserem Umfang als im Kubel. Bei einer Laufwasserkraft- oder Batterielösung könnte nach Bosshard die ursprüngliche Idee des Sittersees zudem in Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen als Naturweiher oder Biotop ohne Pegelschwankungen realisiert werden.
Die Nutzung der Wasserkraft für das Kraftwerk Kubel beeinträchtigt den Gewässerlebensraum der Sitter und der Urnäsch heute in mehrfacher Hinsicht. Durch den Kraftwerksbetrieb entstehen lange Flussabschnitte mit stark reduzierter Wasserführung sowie Bereiche, die häufigen und schnellen Schwankungen des Wasserstands (Schwall-Sunk) ausgesetzt sind. Die reduzierten Abflüsse und die vorhandenen Wehre schränken die Durchgängigkeit für Fische und andere Gewässerlebewesen erheblich ein. Das Artenspektrum hat sich im Vergleich zu früher halbiert, der Bestand verschiedener Wanderfische ist stark zurückgegangen.
Nach der Revision des Gewässerschutzgesetzes im Jahr 2011 wurde das Kraftwerk Kubel hinsichtlich Schwall-Sunk und Fischgängigkeit als sanierungspflichtig eingestuft. Die SAK erhielt den Auftrag, verschiedene Varianten zur Sanierung der Wehre und zur Behebung der Schwall-Sunk-Problematik zu erarbeiten, um die wesentlichen ökologischen Beeinträchtigungen zu beseitigen.
Über die umzusetzende Sanierungsvariante entscheidet der Kanton St.Gallen unter Einbezug des BAFU. Die bauliche Umsetzung der Schwall-Sunk-Sanierung sollte ab spätestens Sommer 2028 erfolgen können, wie von der SAK zu erfahren ist.
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