Susanne Hartmann
erntet für Ihre Aussagen zum Autobahnausbau harsche Kritik.
Symbolbild.
Ein Nachtragskreditbegehren von 13‘000 Franken für den Verein Sozioprofessionelle Fanarbeit FC St.Gallen unterbreitet der St.Galler Stadtrat dem Stadtparlament. Es besteht ein Vorbehalt, dass der Kantonsrat und der FC St.Gallen den gleichen Beitrag bewilligen, doch der Kanton will die Beitragsleistung generell streichen.
Sicherheit Es handelt sich beim beantragten Kredit um einen Zusatzbeitrag zur bisherigen jährlichen Leistung von 54‘000 Franken. Infolge der Teuerung, der Erhöhung des Stellenumfangs von 110 auf 135 Prozent und der zusätzlichen internationalen Spiele fallen beim Verein höhere Kosten an. Aus diesem Grund ist das Vereinsvermögen nahezu aufgebraucht. Ende 2024 lag das Eigenkapital noch bei 278 Franken. Nur dank eines einmaligen zusätzlichen Beitrags des FC St.Gallen in der Höhe von 20‘000 Franken konnten letztes Jahr alle Kosten gedeckt werden. Die vorgesehene Rückstellung von 10‘000 Franken dient der finanziellen Absicherung allfälliger zusätzlicher Spiele auf europäischer Ebene. Übersteigt das Vereinskapital Ende nächsten Jahres 25‘000 Franken, werden etwaige Überschüsse anteilmässig an die drei Geldgeber zurückerstattet.
Der Stadtrat schätzt die Arbeit der sozioprofessionellen Fanarbeitenden und erachtet deren Einsatz an der Basis und in der Vernetzung als unabdingbar. Er erklärt, dass sich dank ihres Engagements die Situation in St.Gallen beruhigt habe und Gewaltvorfälle ausserhalb des Stadions mit Beteiligung der Anhängerschaft des FC St.Gallen selten geworden seien. Aufgrund der starken Zunahme bei den Zuschauerinnen und Zuschauern, insbesondere bei der Hauptzielgruppe im Sektor D, sowie der steigenden Anzahl Fans, welche mit Extrazügen die Auswärtsspiele des FC St.Gallen besuchen, sei das derzeitige Stellenpensum nötig, um den Aufgaben nachzukommen. Zudem müsse die Fanarbeit die Möglichkeit haben, im Falle einer Qualifikation des FC St.Gallen für europäische Wettbewerbe mitreisen zu können.
Die finanzielle Zusatzleistung der Stadt steht allerdings nicht unter einem guten Stern. Denn die Regierung möchte den ganzen Betrag an die Fanarbeit im Rahmen ihres Sparpakets streichen. Dabei stammt die Hauptzielgruppe der Fanarbeit nicht nur aus der Stadt, sondern aus dem ganzen Kantonsgebiet, sogar aus der ganzen Ostschweiz. Wenn die Streichung des kantonalen Beitrags Tatsache wird, müsste der FC St.Gallen einseitig für die Finanzierung aufkommen. Ob er das tut, ist fraglich, weshalb auch eine Lösung mit Freiwilligen geprüft werden müsste, zumal das Sicherheitsrisiko bei einem vollen Verzicht auf die Fanarbeit bei Heimspielen gravierend würde. Eine Mitfinanzierung durch die Stadt ohne Kanton widerläuft den städtischen Beitragsgrundsätzen.
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