Fabian Diem
will eine Weiterentwicklung der Stiftung Zeitvorsorge forcieren.
Der Kanton St.Gallen baut seine statistische Infrastruktur aus: Seit dem 1. Januar wird die Fachstelle für Statistik in ein Amt für Daten und Statistik überführt.
Kanton Die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen besteht seit 1997 und ist dem Volkswirtschaftsdepartement angegliedert. Ihre Aufgaben und Zuständigkeiten sind im kantonalen Statistikgesetz festgelegt. Seit ihrer Gründung stellt sie fachlich fundierte, objektive statistische Daten über den Kanton St.Gallen bereit und erbringt zudem statistische Dienstleistungen für die Stadt St.Gallen sowie für weitere Leistungsbezüger. Die erhobenen und aufbereiteten Daten bilden eine zentrale Grundlage für demokratische Entscheidungsprozesse und für das Funktionieren der Verwaltung. Verlässliche Statistiken ermöglichen sachlich fundierte Entscheidungen in Politik und Verwaltung und dienen zugleich den allgemeinen Informationsbedürfnissen von Gemeinwesen, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. In den vergangenen Jahren hat sich die Fachstelle für Statistik zunehmend als zentrale Akteurin in der kantonalen Datenlandschaft etabliert. Sie spielt eine wesentliche Rolle bei der Erarbeitung und Weiterentwicklung der Datenstrategie des Kantons St.Gallen und seiner Gemeinden. Dabei haben sich ihre Aufgaben schrittweise erweitert: Neben klassischer Statistik gehören heute auch datenstrategische und technologische Fragestellungen zu ihrem Tätigkeitsfeld. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Daten so zu strukturieren und zu organisieren, dass sie künftig optimal für moderne statistische Verfahren sowie für Anwendungen der künstlichen Intelligenz und des Machine Learnings genutzt werden können.
Mit der Umwandlung der Fachstelle in ein Amt für Daten und Statistik trägt der Kanton dieser wachsenden Verantwortung Rechnung. Die neue Organisationsform soll die strategische Bedeutung von Daten und künstlicher Intelligenz innerhalb der kantonalen Verwaltung stärken. Gleichzeitig schafft sie die Voraussetzungen für den Aufbau moderner Datenarchitekturen, insbesondere im Bereich von vernetzten Datenstrukturen, für innovative Analyseformen sowie für den Einsatz sogenannter Statbots, die den Zugang zu statistischen Informationen erleichtern und die Datenverbreitung verbessern sollen. Darüber hinaus soll die neue Struktur die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen Gemeinden, Kanton und Bund weiter intensivieren. Das Amt für Daten und Statistik unterzeichnet zudem die revidierte Charta der öffentlichen Statistik der Schweiz. Dieser berufsethische Verhaltenskodex wird vom Bundesamt für Statistik sowie von der Konferenz der regionalen statistischen Ämter getragen und definiert 16 grundlegende Prinzipien zur Sicherung von Qualität, Glaubwürdigkeit und geeigneten institutionellen Rahmenbedingungen der öffentlichen Statistik. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die beteiligten Statistikstellen, diese Prinzipien einzuhalten und ihre Umsetzung aktiv zu fördern. Das Amt für Daten und Statistik des Kantons St.Gallen ist der revidierten Charta am 1. Januar offiziell beigetreten. ⋌pd
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