Pädagogische Hochschule St. Gallen zieht Konsequenzen: RDZ-Standort Gossau vor dem Aus
Die Pädagogische Hochschule St. Gallen steht vor grossenVeränderungen: Neben der Studienreform muss sie kantonale Sparmassnahmen umsetzen.
PHSG-Rektor Horst Biedermann. Bild: pd
Die Pädagogische Hochschule St. Gallen steht vor grossenVeränderungen: Neben der Studienreform muss sie kantonale Sparmassnahmen umsetzen.
Pädagogische Hochschule Mit dem neuen Ausbildungsmodell sollen die künftigen Lehrkräfte mit einer noch engeren Verzahnung mit der Berufspraxis individuell besser auf die sich rasch ändernden Anforderungen im Beruf vorbereitet werden. Gleichzeitig erhalten sie weitgehende Flexibilität in der Studiumsgestaltung. Erfreut zeigte sich PHSG-Rektor Horst Biedermann über die grosse Zahl von Neuanmeldungen für die Studiengänge, insbesondere auch von Quereinsteigern. Für den Rektor ist dies im Blick auf das Jubiläum von 2027 (20 Jahre PHSG in der heutigen Gestalt) ein positives Zeichen. Nach Regierungsrätin Bettina Surber könnte die Zahl der Studierenden aufgrund der demografischen Entwicklung in der Zukunft wieder etwas zurückgehen.
Die vorzunehmenden Sparmassnahmen sollen zu keinem Qualitätsabbau führen, schmerzen aber teilweise. Die freiwilligen Angebote in der Berufseinführung sind künftig von den Gemeinden zu finanzieren. Die Regionalen didaktischen Zentren (RDZ) Gossau und Rorschach werden in Rorschach zusammengelegt, während der Standort Gossau aufgegeben wird.
Generell kommt es in Lehre und Forschung, aber auch in der Verwaltung zu Einschränkungen, doch wird versucht, durch zusätzliche Innovationsbemühungen und Effizienzsteigerungen einen Rückschritt zu vermeiden. Eine Gefahr besteht im Forschungsbereich, indem Stiftungen ihre Leistungen einschränken könnten, da für sie beim Projekt gemäss Usus oder Statuten zu wenig Eigenmittel eingesetzt werden.
Für den Rektor Horst Biedermann besteht nun kein Spielraum mehr, was wohl auf das vom Kantonsrat zusätzlich verlangte Sparpaket gemünzt ist.
Von Franz Welte
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