Claudia Wetter
St.Galler Gerichte wollen erhöhte Geschäftslast mithilfe von IT bewältigen.
Die Voliere im Stadtpark St.Gallen hat eine lange Tradition - nun wird sie unter Protest aufgehoben.
Die Hauptversammlung der Voliere-Gesellschaft im Naturmuseum hat bei Anwesenheit von rund 80 Mitgliedern fast einstimmig und diskussionslos die Auflösung beschlossen. Aufgrund eines Ordnungsantrags fand der Beschluss unter Protest gegenüber dem Stadtrat statt.
Auflösung Der Ärger der Vereinsmitglieder wegen der kompromisslosen Haltung des Stadtrates war deutlich zu spüren. Ein Zwischenruf, es sei eine neue Stadtregierung zu wählen, wurde mit brausendem Applaus quittiert. Die Vizepräsidentin Filiz-Félice Aydemir bekannt, weshalb eine Auflösung unerlässlich ist: Immer engere Rahmenbedingungen der Stadt mit Entfernung der Aussenanlage und des Sicherheitszauns um die Voliere, Beschränkung auf zehn Vögel, Aufhebung der Subvention samt Streichung der Übernahme der Wasser-, Strom- und Heizkosten durch die Stadt, was ein wirtschaftlicher Betrieb verunmöglicht. Für die Liquidation mit Räumung und der Tiertransporte wurden einstimmig Präsident Christian Müller und Vizepräsidentin Filiz-Félice Aydemir bestimmt. Beschlossen wurde, aus dem Vermögen jenen Institutionen je 20‘000 Franken zukommen zu lassen, die auch die heute 84 Tiere übernehmen: Ornithologischer Verein der Stadt Zug und von Stein-Hundwil, Tierwaisenhaus Oberglatt und Nestweiher-Gesellschaft St.Gallen. Das nach der Liquidation übriggebliebene Vermögen wird ebenfalls diesen Vereinen übermittelt. Zum Abschluss liess in einem fesselnden Lichtbildervortrag Präsident Müller die 146-jährige Vereinsgeschichte Revue passieren. Der sehr lange andauernde Applaus galt sicher nicht nur dem Vortrag, sondern auch dem mit Herzblut, aber auch mit grosser Sachkenntnis geführten Voliere-Betrieb Müllers. Über das Schicksal der der Stadt gehörenden, renovationsbedürftigen Bauten ist noch nichts bekannt.
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