Oskar Seger
schaut mit Vorfreude auf die bevorstehenden Fasnachtstage.
Die Kantonspolizei St.Gallen (Kapo) startet die neue Personalgewinnungskampagne «Da, wenn’s drauf ankommt». Dabei stellt sich die Frage, ob neben den Pensionierungen auch vermehrt Kündigungen von Polizistinnen und Polizisten erfolgen. Dies sei nach Angaben der Polizeisprecherin Martina Brassel nicht der Fall. Vielmehr gehe es darum, die Rekrutierungsbasis für die Zukunft zu verbessern.
Rekrutierung Bereits jetzt kommt es regelmässig zu Abgängen durch Kündigungen, allerdings nicht gehäuft. Seit Ende Oktober bis Ende Januar hätten sechs Mitarbeitende das Korps auf eigenen Wunsch verlassen – Pensionierungen nicht eingerechnet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es sieben. Generell überschritt die Kantonspolizei 2025 den Personalkredit: Es wurde mehr Geld für Personal ausgegeben, als vom Kantonsrat bewilligt. In der Regionalpolizei bestehen derzeit Vakanzen, die aufgrund von Professionalisierungen und internen Verschiebungen entstanden sind. Insgesamt gibt es jedoch keinen Unterbestand. Die jährliche Fluktuation liegt bei rund vier Prozent, was als tiefer Wert gilt. Dennoch hat die Personalsituation für die Kantonspolizei hohe Priorität. Die Bemühungen, geeignete junge Menschen zu rekrutieren, werden nun durch die neue Kampagne verstärkt – nicht nur wegen bestehender Abgänge, sondern auch aufgrund eines notwendigen Ausbaus. Im schweizweiten Vergleich liegt die Polizeidichte im Kanton St.Gallen derzeit auf Rang 20. Durch die erwartete Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahren wird ein Ausbau weiterhin nötig sein. Erschwerend kommt hinzu, dass aktuell in vielen Bereichen mehr Personen pensioniert werden, als ausgebildet werden. Um diesem Trend entgegenzuwirken, bietet die Polizeischule Ostschweiz 2026 erstmals zwei Ausbildungslehrgänge an: Einen wie bisher im Oktober und einen zweiten bereits im April. Insgesamt werden in diesem Jahr 25 Polizeischülerinnen und -schüler ihre Ausbildung beginnen.
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