Die sieben Wochen alten Löwenbabys im Gossauer Walter-Zoo wurden erstmals untersucht und geimpft.
17.04.2026 14:00
Viel Bewegung im Walter-Zoo
Drei Löwinnen und ein Stachelschwein wurden untersucht – Panda-Schwester Li zieht nach Dresden.
Der Walter-Zoo in Gossau erlebt derzeit eine bewegte Phase: Gleich mehrere Jungtiere kamen in den letzten Wochen zur Welt, darunter drei Löwenbabys und ein Stachelschwein. Gleichzeitig hat die Kleine Panda-Dame Li das Gossauer Zuhause verlassen – sie zieht als Zuchttier nach Dresden. Ihre Schwester Yen soll bald ebenfalls ein Männchen bekommen.
Tiere Der Walter Zoo in Gossau hat Zuwachs erhalten. Der prominenteste Zuwaqchs dürften die sieben Wochen alten Löwenjungtiere sein. Sie wurden diese Woche erstmals tierärztlich untersucht und geimpft. Sie erhielten die üblichen Standardimpfungen, wie sie auch bei Hauskatzen angewendet werden – insbesondere gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen. Die Injektion erfolgte unter die Haut. Beim Gesundheitscheck wurden Gewicht, Wachstum, Zähne, Augen, Fell und das Geschlecht der Tiere überprüft. Das Ergebnis: Alle drei sind weiblich und entwickeln sich planmässig. Mit einem Gewicht von sechs bis sechseinhalb Kilogramm gibt es keinerlei gesundheitliche Auffälligkeiten. Zudem wurde jedem Tier ein elektronischer Transponder mit einem 15-stelligen Zahlencode und Länderkennung implantiert, der eine eindeutige Identifikation ermöglicht. In den vergangenen Tagen waren die drei Junglöwinnen bereits mehrmals auf der Aussenanlage unterwegs. Wer sie in der Innenanlage beobachten möchte, kann dies über einen Bildschirm in der Zooschule tun. Bei den Löwen im Walter-Zoo handelt es sich um Nördliche Löwen, eine stark bedrohte Unterart. Die erfolgreiche Aufzucht ist daher für die internationale Erhaltungszucht von besonderer Bedeutung.
Stachelschwein-Nachwuchs und Panda-Abgänge
Kurz vor der Geburt der Löwen kam ebenfalls ein Schimpanse zur Welt. Auch bei den Stachelschweinen gab es Nachwuchs. Das männliche Jungtier hat die erste medizinische Untersuchung bereits hinter sich: Geschlecht und Gewicht wurden bestimmt, und ein Mikrochip wurde eingesetzt. Wie der Zoo auf Instagram schreibt, verlief alles ohne Auffälligkeiten. Bewegung gibt es auch bei den Kleinen Pandas. Die Schwestern Yen und Li, die bislang gemeinsam im Walter-Zoo lebten, wurden kürzlich getrennt. Li lebt nun in Dresden und bildet dort mit dem Männchen Shan aus dem Zoo Košice in der Slowakei ein Zuchtpaar. Wie der Zoo Dresden in den Kommentaren auf Instagram mitteilt, ist Li gut in ihrer neuen Heimat angekommen – und hat dort sogar einen neuen Namen erhalten: Sie heisst nun Jackie. Die Zusammenführung von Li und Shan erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das darauf abzielt, die genetische Vielfalt der stark bedrohten Art langfristig zu sichern. Yen wird in Gossau nicht lange alleine bleiben: Gemäss Walter-Zoo soll sich in den nächsten Monaten ebenfalls ein Männchen zu ihr gesellen. Der genaue Zeitpunkt ist noch nicht bekannt.
pd