Wenn ganz Herisau zusammenkommt
Das Kinderfest Herisau ist Geschichte. Die Präsidentin der Kinderfestkommission, Irene Hagmann, blickt auf einen bunten Anlass zurück.
Das erste Mal Talerschwingen am Kinderfest: Leonie, Lvin, Emely und Jonas der Gruppe «Land» hatte grosse Freude, ihr Können zeigen zu dürfen. ⋌Bild: Fabienne Bühler
Das Kinderfest Herisau ist Geschichte. Die Präsidentin der Kinderfestkommission, Irene Hagmann, blickt auf einen bunten Anlass zurück.
Kinderfest Viele Menschen versammeln sich alle zwei Jahre auf den Gehwegen Herisaus, wenn der Kinderfestumzug durch das Dorf zieht. Ein Highlight für Herisau und die Bevölkerung und alle, die extra dafür in den Heimatort zurückkehren. «Es wurde gelacht, gespielt und gefeiert – die Kinder hatten viel Freude, und die vielen strahlenden Augen machten das Kinderfest zu etwas ganz Besonderem», erzählt Irene Hagmann, Präsidentin der Kinderfestkommission. Es sei ein wunderschönes Kinderfest gewesen bei idealen Temperaturen. «Der bewölkte Himmel und der kurze Nieselregen konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Im Gegenteil: Die Temperaturen waren für alle Beteiligten deutlich angenehmer als die grosse Hitze von über 30 Grad am Mittwoch.», so Hagmann. «Wir sind froh, dass wir so entschieden haben, und erhielten dafür viele Komplimente», sagt Hagmann. Bei grosser Hitze wäre der Tag für die Eltern und Lehrpersonen deutlich anstrengender gewesen. Sie müssen darauf achten, dass die Kinder ausreichend trinken, sich vor der Sonne schützen und den Tag trotzdem unbeschwert geniessen können. Auch auf dem Festplatz habe sich durch das Wetter alles anders verteilt. «Dort, wo sonst die Plätze an der Sonne gemieden werden, fanden sich zahlreiche Gäste ein. Rund um die Bühne gab es dadurch mehr Platz, und es waren keine Sonnenschirme nötig, die die Sicht auf die Darbietungen hätten verdecken können», meint Hagmann. Das Kinderfest ist auch für viele weggezogene Herisauerinnen und Herisauer ein Tag im Kalender, der schon lange vorher markiert wird. «Es ist ein grosses Zusammenkommen – von Generationen, Kindern, Eltern und Grosseltern sowie allen Kulturen. Es ist schön, miteinander ein so friedliches Fest feiern zu können. Man treffe auf ehemalige Schulfreunde und auf jene, die man vielleicht lange nicht gesehen habe. «Das Kinderfest soll vor allem ein Gefühl mit nach Hause geben: Freude im Herzen.» Bleibe dieser Tag den Kindern positiv in Erinnerung, würden sie Jahre später vielleicht mit ihren eigenen Kindern zurückkehren und die Tradition weiterleben lassen.
Ende ist sogleich der Beginn
Dieses Jahr war einer der beiden Festwirte neu in seiner Funktion. Die Zusammenarbeit klappte jedoch hervorragend, und der Festbetrieb verlief reibungslos. Auch neu war, dass zwei Jungen und zwei Mädchen der Gruppe «Land» beim Umzug Talerschwingen praktiziert haben – was von Zuschauenden gern gesehen und gefilmt wurde. Das habe den Kindern viel Freude bereitet und sie brachten das Talerschwingen auch den kleineren Kindern bei. Auch die Lehrpersonen hätten sich einmal mehr richtig ins Zeug gelegt. «Die Darbietungen und die Bastelarbeiten, waren qualitativ hochstehend und es war ein grosses Vergnügen, ihnen zuzuschauen.»», sagt Hagmann. Die Kinder seien selbst richtig stolz auf sich gewesen. Während und nach dem Fest hat Hagmann viele positive Rückmeldungen gehört. Nach zwei Jahren Vorbereitung dürfte das schön zu hören sein. Es gab zwei Momente, an die Hagmann gerne zurückdenkt: der erste sei um die Mittagszeit gewesen, als alle Kinder auf dem Festgelände waren. «Sie spielten, assen, rannten herum – diese Freude zu sehen und spüren war toll.» Ihr Privileg sei zudem, dass sie auf der Bühne jeweils eine Ansprache halten könne. «Von dort aus auf alle Schülerinnen und Schüler zu blicken und zu sehen, wie sie auf das Festgelände einlaufen und zusammen das Kinderfestlied singen, ist einfach eindrücklich», so Hagmann. Auch die Ballone in die Luft steigen zu sehen gehöre zu den Momenten, die das Fest ausmachen würden. Mit welchem Gefühl blickt die Kommission nach all den Monaten der Vorbereitung auf das Kinderfest zurück? «Das ist immer eine Mischung – einerseits ist man traurig, dass es schon wieder vorbei ist, andererseits ist man erleichtert, dass es keine gröberen Zwischen- und Unfälle gegeben hat», sagt Hagmann.
Das Ende sei aber sogleich wieder der Beginn für die kommende Ausgabe des Kinderfestes. «An der Abschlusssitzung wird das Kinderfest nochmals im Detail analysiert: Was ist gut gelaufen, wo gibt es Verbesserungsbedarf und welche Punkte müssen für die Zukunft angepasst werden. Meist handelt es sich dabei um Kleinigkeiten. Eine Herausforderungen wird es sein, eine neue Tambourenleitung zu finden, da die bisherige aufhört». Im Juni nächsten Jahres beginnen wir dann mit den Vorbereitungen für das Kinderfest 2028 und freuen uns schon heute darauf», sagt Hagmann.
Stefanie Rohner
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