Wer hat die Asiatische Hornisse gesehen?
In Herisau ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Die invasive Art gilt als Gefahr für Bienen. Nun läuft die Suche nach dem Nest.
In Herisau ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Die invasive Art gilt als Gefahr für Bienen. Nun läuft die Suche nach dem Nest.
Schädling Am 23. Juli wurde der Fund bestätigt: In Appenzell Ausserrhoden ist erstmals eine Asiatische Hornisse aufgetaucht. Das teilt der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit. Ein Herisauer Imker hatte in der vergangenen Woche mehrmals beobachtet, wie die Tiere seine Bienenkästen anflogen. Es gelang ihm, ein Exemplar einzufangen und dem Amt für Umwelt zu übergeben. Der Fundort liegt an der Gossauerstrasse im Gebiet Sonnenböhl-Stelz, weitere Exemplare wurden auch weiter östlich Richtung Ortszentrum in der Nähe von Bienenkästen gesichtet. Das Amt für Umwelt koordiniert nun zusammen mit lokalen Imkern die Suche nach dem Nest. Dabei ist auch die Bevölkerung gefragt: Je früher das Nest gefunden wird, desto besser lässt sich eine weitere Ausbreitung eindämmen.
Suche nach dem Nest läuft
Einfach ist diese Suche allerdings nicht. Die Asiatische Hornisse legt bei der Futtersuche grosse Distanzen zurück und versteckt ihre Nester geschickt. Trotzdem ist rasches Handeln entscheidend: Nur wenn Nester samt Königinnen frühzeitig vernichtet werden, lässt sich die Ausbreitung bremsen. Lokale Imker, die bereits letztes Jahr für die Suche nach Asiatischen Hornissen geschult wurden, haben in der Nähe des Fundorts bereits Locktöpfe aufgestellt – bisher allerdings ohne Erfolg. Das Amt für Umwelt bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Hinweise auf verdächtige Hornissennester im Umkreis von rund zwei Kilometern um den Fundort können unter der Telefonnummer 071 353 65 35 oder per Mail an afu@ar.ch gemeldet werden.
Das ist der optische Unterschied
Optisch lässt sich die Asiatische Hornisse vor allem am Hinterleib von der heimischen Art unterscheiden: Er ist grösstenteils schwarz und nur an der Spitze orange-gelb gefärbt. Bei der heimischen Hornisse hingegen sind nur die vorderen Segmente schwarz, der grösste Teil des Hinterleibs ist gelb mit schwarzen Streifen. Auch Beine und Kopf geben Aufschluss: Die Asiatische Hornisse hat gelbe Beine und einen schwarzen Kopf mit gelber Stirn, während die heimische Art dunkle Beine und einen braun-roten Kopf aufweist. Weitere Informationen zur Unterscheidung finden sich auf www.bienen.ch.
Eine Bedrohung für Bienen
Die Asiatische Hornisse wurde vor rund 20 Jahren nach Europa eingeschleppt und breitet sich seither rasant aus. Ihr Schadenspotenzial ist beträchtlich: Sie ernährt sich von anderen Insekten, wobei Honigbienen ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen. Aber auch Wildbienen und andere Insektenarten werden effizient gejagt, schreibt der Kanton in der Mitteilung.
Zur Aufzucht ihres Nachwuchses
benötigt die Hornisse grosse Mengen an Nahrung – ganze Bienenvölker können dabei ausgerottet werden. Im Herbst schwärmen aus einem einzigen Nest bis zu 600 Jungköniginnen aus, die im folgenden Jahr eigene Staaten gründen können.
Marino Walser
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