Im Osten des Schulareals Boppartshof zwischen Spielwiese und Spielplatz soll der Neubau gebaut werden. Visualisierung / z.V.g.
03.06.2022 09:01
«foglia» gewinnt Wettbewerb
Siegerprojekt für Neubau der Tagesbetreuung auf der Schulanlage Boppartshof gekürt
Die heute auf drei Standorte aufgeteilte Tagesbetreuung der Schulanlage Boppartshof soll künftig in einem Gebäude zusammengeführt werden. Von 75 eingereichten Wettbewerbsprojekten wurde «foglia» zum Siegerprojekt gekürt. Der Neubau soll nach erneuter Überprüfung am gewählten Standort gebaut werden.
Boppartshof Anfang 2021 wurde ein offener, anonymer Projektwettbewerb für den Neubau der Tagesbetreuung auf der Primarschulanlage Boppartshof ausgeschrieben. Insgesamt 75 Teams aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland reichten Beiträge ein – «foglia» unter Federführung der Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG aus Zürich wurde einstimmig zum Siegerprojekt gekürt, wie die Stadt am Montag mitteilt.
Es überzeugte die Jury mit einem innovativen Gebäudetypus, welcher sehr gekonnt und haushälterisch auf die Topografie, die aussenräumlichen Gegebenheiten und die betrieblichen Anforderungen reagiere, wie die Stadt weiter schreibt. Das viergeschossige Gebäude ist über einen Sockelbau an die Hangkante und an die Erschliessungsstrasse zur bestehenden Turnhalle angebunden. Durch die Verteilung der Nutzflächen auf vier Vollgeschosse kommt der Vorschlag mit sehr wenig Grundfläche aus und kann dennoch den betrieblichen Ansprüchen mit viel Geschick gerecht werden. Die Aussenanlagen ergänzen den Spielplatz mit weiteren Angeboten für das Quartierleben. Gestalterisch unterscheidet sich der Projektvorschlag bewusst von der bestehenden Schulanlage, sucht mit seiner organischen Formgebung und Farbigkeit die Nähe zum unmittelbaren Spiel- und Grünraum.
Standort nochmals überprüft
Vor rund einem Jahr reichte ein Komitee eine Petition ein und forderte, dass ein alternativer Standort für den Neubau der Tagesbetreuung gesucht werden soll. Der Stadtrat habe sich im Rahmen der Wettbewerbsresultate nochmals intensiv mit dem Standort des Neubaus befasst, schreibt die Stadt weiter. Dabei habe sich bestätigt, dass der geplante Standort die gestellten Anforderungen am besten erfülle. Die Verkleinerung der Spielwiese sei beim gewählten Standort zwar als Nachteil zu gewichten. Aber auch die Alternativstandorte wiesen alle ihre spezifischen Nachteile auf. Die Rasenfläche messe noch immer 63 x 50.5 Meter (Spielfeld 57 x 44.5 Meter) und stehe dem Quartier auch weiterhin als Raum für Bewegung und Sport zur Verfügung. Rund ein Drittel derjenigen Fläche, um den die Spielwiese beschnitten werden müsse, werde zudem auch künftig als Grünfläche bestehen bleiben und Spielwiese und Spielplatz verbinden.
pd/lm