Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
So soll die neue Moschee an der Fürstenlandstrasse aussehen. el-hidaje.ch
Am Stadtrand von St.Gallen plant die islamisch-albanische Gemeinschaft El-Hidaje eine neue Moschee mit Platz für mehrere hundert Gläubige. Das Projekt mit veranschlagten Kosten von rund 15 Millionen Franken befindet sich noch in der Planungsphase, ein Baugesuch liegt nicht vor.
Stadtrand Eine albanisch geprägte muslimische Gemeinschaft hat am Stadtrand Grosses vor: Vorgesehen ist der Bau einer futuristischen Moschee mit prägnanter Glaskuppel, die Platz für mehrere hundert Mitglieder bieten soll. Wie der «Blick» berichtete, befindet sich das Projekt zwar noch in der Planungsphase, und ein offizielles Baugesuch wurde bislang nicht eingereicht. Ein Blick auf die Facebook-Seite der Gemeinschaft zeigt aber: Der islamisch-albanischen Gemeinschaft El-Hidaje ist das Vorhaben durchaus ernst – seit Juni 2025 verfolgen die Verantwortlichen das Projekt.
Die Gemeinschaft ist bereits seit Jahrzehnten in einem unscheinbaren Haus in St.Gallen-Winkeln angesiedelt. Der Treffpunkt stösst jedoch zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen, wie «Blick» weiter schreibt. Mit dem geplanten Neubau wollen die Mitglieder einen Ort schaffen, der Platz für mehrere hundert Gläubige bietet und den wachsenden Bedürfnissen der Gemeinschaft gerecht wird. Auch ein albanischer Architekt soll bereits für das Vorhaben mit im Boot sein. Dieser bringt Erfahrungen in diesem Bereich mit: So soll er unter anderem bereits eine Moschee in Winterthur-Töss mitgestaltet haben.
Glaubt man den Visualisierungen, die die Gemeinschaft auf der Facebook-Seite teilt, ist ein modernes Gebäude auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern geplant. Neben den Gebetsräumen sollen auch kommerziell nutzbare Flächen, wie mehrere Geschäftsräume und eine Cafeteria, in den Bau integriert werden. Es soll ein Ort werden, an dem auch Nicht-Muslime willkommen sind. Und wo soll die Moschee gebaut werden? Aufgrund der Visualisierungen im Netz soll die Gebetsstätte etwa im Bereich der Fürstenlandstrasse 49 entstehen.
Doch ein so prunkvolles Vorhaben kostet Geld. Rund 15 Millionen Franken soll die Moschee kosten. Laut «Blick» entfallen davon etwa 10 Millionen Franken auf das Gebäude, rund fünf Millionen auf das Grundstück. Dabei stellt die Finanzierung die grösste Herausforderung dar. Deshalb ruft die Gemeinschaft über soziale Medien, insbesondere Facebook, zu Spenden auf. Laut eigenen Angaben konnten bisher rund drei Millionen Franken gesammelt werden. Eine Grossspende von rund 50'000 Franken wurde laut «Blick» vom ehemaligen Präsidenten der Gemeinschaft der Bosniaken beigesteuert.
mw
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