Visualisierung des Siegerprojekts "Victoria" für den Ersatzbau Unterwerk Steinachstrasse.
12.06.2025 10:00
«Victoria» gewinnt Architekturwettbewerb
Ersatzneubau für St.Galler Unterwerk wegen Sicherheitsdefiziten
Das Projekt «Victoria» der Lukas Imhof Architektur GmbH soll das in die Jahre gekommene Unterwerk an der Steinachstrasse ersetzen. Grund für den Ersatzbau sind Alter, Sicherheitsanforderungen und die künftige Belastung des Stromnetzes durch die Energiewende.
Stadtentwicklung Das Unterwerk an der Steinachstrasse, das rund 20 Prozent der Stromversorgung der Stadt sichert, ist nach 47 Jahren Betriebszeit am Ende seiner Lebensdauer angekommen. Aufgrund unzureichender Hochwasser- und Erdbebensicherheit sowie der Notwendigkeit, das Stromnetz künftig zu verstärken, planen die St.Galler Stadtwerke einen Ersatzbau. Die Bevölkerung hatte dem Projekt bereits im Rahmen der Volksabstimmung zum Ausbau des städtischen Stromnetzes zugestimmt. Den Architekturwettbewerb gewann das Zürcher Büro Lukas Imhof Architektur GmbH mit dem Entwurf «Victoria». Das Projekt überzeugte sowohl durch seine funktionale Umsetzung als auch durch seine architektonische Einbindung in das bestehende Areal. Der Bau soll künftig eine Verbindung zwischen dem historischen Elektrizitätswerk und dem Feuerwehrgebäude schaffen und sowohl logistische als auch sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen.
Standortwahl mit Weitblick
Geplant ist der Neubau auf einem Areal zwischen Steinachstrasse, Sonnenstrasse und dem Gebäude von Feuerwehr und Zivilschutz. Der Standort wurde unter Berücksichtigung städtebaulicher, technischer und sicherheitsrelevanter Aspekte ausgewählt. Mit der geplanten Spannungserhöhung im Mittelspannungsnetz von 10 auf 20 Kilovolt bis 2035 trägt das Projekt auch den steigenden Anforderungen durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Photovoltaik Rechnung. Die eingereichten Wettbewerbsprojekte sind am 10. und 11. Juni im Kundenzentrum der St.Galler Stadtwerke an der Vadianstrasse ausgestellt. Der Baustart für den Ersatzneubau ist Anfang 2027 geplant. Die Inbetriebnahme soll bis Ende 2030 erfolgen.
pd