Fabian Diem
will eine Weiterentwicklung der Stiftung Zeitvorsorge forcieren.
Hier traten Matthias Hüppi und Peter Zeidler an der Generalversammlung noch gemeinsam auf, am Sonntag sind sie Gegner. Archivbild tb
Nach der Länderspielpause folgt für den FC St.Gallen das zweite Heimspiel in Serie. Gegen YB mussten die Espen einen herben Dämpfer einstecken, den sie gegen Lausanne vergessen machen wollen. Mit den Waadtländern kehrt Peter Zeidler nach St.Gallen zurück.
Fussball Er wurde während seinen sechs Jahren in der Ostschweiz nicht müde zu betonen, welche besondere Stadt St.Gallen für ihn geworden ist. Selbst ein Jahr nach seinem Abgang zu Bochum in die Bundesliga machte Peter Zeidler St.Gallen noch eine Liebeserklärung. Die Stadt, die Leute und der Verein würden für ihn stets etwas Besonderes bleiben. Umgekehrt gilt dies auch aus Sicht des Vereins, denn Zeidler hat den FCSG in der Ära von Matthias Hüppi entscheidend geprägt. Sein Spielstil mit dem fortwährenden hohen Pressing hat entscheidend dazu beitragen, dass der Kybunpark von Jahr zu Jahr besser gefüllt war. Auch sportlich hat sich Zeidler mit dem zweiten Rang in der Saison 2019/2020 und zwei Cupfinal-Teilnahmen sowie der zweifachen Qualifikation für den Europacup grosse Verdienste um den FCSG erworben. Nun kehrt er am Sonntag rund anderthalb Jahre nach seinem Abgang erstmals als gegnerischer Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Wer die Statements von Matthias Hüppi und Peter Zeidler zur Trennung im Sommer 2024 auch zwischen den Zeilen liest, kann erahnen, wie sehr beide am Sonntag nach dem Spiel lieber die Gratulationen des andern entgegennehmen würden, als selbst gratulieren zu müssen.
Für die St.Galler geht es aber vor allem auch darum, in der Tabelle nicht weiter abzurutschen. Nach der letzten Länderspielpause im Oktober hat das Team von Enrico Maassen zwei besondere Erfolge gefeiert. Erst siegten die Espen erstmals seit 20 Jahren in Bern, danach folgte ein Kantersieg gegen GC. Seither ist allerdings der Wurm drin. Nach einer enttäuschenden Niederlage in Sion traten die St.Galler auch in Lugano eine Halbzeit lang wenig überzeugend auf. Bevor ihnen der Spielabbruch ein Wiederholungsspiel bescherte, lagen sie mit 0:1 im Hintertreffen. Danach folgte das desillusionierende Heimspiel gegen YB, als die St.Galler von den Bernern im eigenen Stadion gleich mit 4:1 abgefertigt wurden. Nach drei ungenügenden Auftritten wäre es für die Grün-Weissen Zeit, wieder einmal eine Leistung wie gegen GC oder in Bern abzurufen.
Das erste Direktduell gegen Lausanne in dieser Saison konnte St.Gallen dank zwei Toren von Alessandro Vogt gewinnen. Zweimal netzte der beste St.Galler Torschütze aus spitzem Winkel ein. Dabei durften die Espen die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl spielen, weil sich Diakité kurz vor der Pause eine Tätlichkeit geleistet hatte. Am Sonntag werden die St.Galler auf ihn besonders Acht geben müssen, denn der Leihspieler von Red Bull Salzburg ist ein technisch aussergewöhnlich versierter Stürmer.
tb
Lade Fotos..